Unsere Geschichte
Wie persönliche Erinnerungen zu kollektivem Gedächtnis werden
oak-wave entstand aus der Überzeugung, dass individuelle Lebensgeschichten den wertvollsten Zugang zur jüngeren deutschen Geschichte bieten.
Gegründet wurde unser Projekt von Historikern und Literaturwissenschaftlern, die erkannten, dass viele bedeutsame Zeitzeugenberichte verloren gingen, weil ihre Träger nicht wussten, wie sie ihre Erinnerungen strukturieren und weitergeben sollten.
Warum Memoiren zählen
Geschichtsbücher bieten Fakten und Analysen, aber Memoiren offenbaren die emotionale Wahrheit historischer Ereignisse. Sie zeigen, wie Menschen Entscheidungen trafen, mit Unsicherheit umgingen und ihre Identität in Zeiten politischer Umbrüche bewahrten.
Besonders die deutsche Teilung und Wiedervereinigung erzeugten eine Fülle an persönlichen Erfahrungen, die in ihrer Vielfalt das offizielle Narrativ ergänzen und manchmal in Frage stellen.
Unser Ansatz
Wir sehen uns nicht als Ghostwriter, sondern als Geburtshelfer für Geschichten, die bereits existieren. Unsere Rolle besteht darin, den Menschen zu helfen, ihre eigene Stimme zu finden und zu bewahren.
Dabei verbinden wir literarisches Handwerk mit historischer Sensibilität. Jedes Projekt durchläuft mehrere Phasen, von der ersten Strukturierung über die Archivrecherche bis zur redaktionellen Feinabstimmung.
Das Team
Unser Kernteam besteht aus sechs Personen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen. Drei haben in Zeitgeschichte promoviert, zwei kommen aus der Literaturwissenschaft, und eine Person bringt langjährige Erfahrung als Verlagslektorin mit.
Ergänzt wird das Team durch ein Netzwerk freier Mitarbeiter, darunter Archivare, Übersetzer und Biografen mit regionalem Schwerpunkt.
Unsere Werte
Authentizität steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir glätten keine Widersprüche und beschönigen keine unbequemen Wahrheiten. Geschichte ist komplex, und gute Memoiren reflektieren diese Komplexität.
Gleichzeitig achten wir auf die Würde aller erwähnten Personen. Wo notwendig, beraten wir zu datenschutzrechtlichen Fragen und zum sensiblen Umgang mit lebenden Zeitgenossen.
„Das Team hat es geschafft, meine fragmentierten Erinnerungen in eine kohärente Erzählung zu verwandeln, ohne dabei meine Perspektive zu verändern. Ich erkenne mich in jedem Satz wieder."
— Wolfgang K., Dresden
Kooperationen
Wir arbeiten mit verschiedenen Institutionen zusammen, darunter regionale Archive, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und mehrere universitäre Forschungsprojekte zur Oral History.
Diese Partnerschaften ermöglichen es uns, unseren Autoren Zugang zu Materialien und Expertise zu verschaffen, die ihre persönlichen Erinnerungen kontextualisieren und vertiefen.
Langfristige Vision
Unser Ziel ist es, ein Archiv authentischer Stimmen aufzubauen, das künftigen Generationen einen unmittelbaren Zugang zur Lebenswirklichkeit des geteilten und wiedervereinigten Deutschlands bietet.
In einer Zeit, in der Zeitzeugen der Nachkriegszeit immer weniger werden, gewinnt die Dokumentation ihrer Erfahrungen an Dringlichkeit. Jede abgeschlossene Memoir ist ein Beitrag zu diesem kollektiven Gedächtnis.